Alfred Kärcher SE & Co. KG / Werk Bühlertal

Projektfokus

Kärcher fertigt am Standort Obersontheim / Bühlertal einige seiner Spitzenprodukte in einer Linie. Bei der Weiterentwicklung dieser Linie musste das Team aus Produktentwicklern und Fertigungsmitarbeitern mehrere Herausforderungen lösen: neben der hohen Produktvarianz dominierten manuelle Montage und Integrationsaufwände die Produktion, hohe Kosten entstanden u.a. durch Rüstaufwände. Zusätzlich begrenzten die räumlichen Gegebenheiten im Werk die Optionen für die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze und für den Einsatz von Fertigungstechnologien.

Lösungsweg

Das Team baute die Montagelinie mit einem ganzheitlichen, modularen Ansatz neu auf, wobei die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zum Endkunden wird mit einbezogen wurde. Dabei verfolgte es insbesondere die Zielsetzungen einer erhöhten Flexibilität in der Produktion, der Kostensenkung, der Qualitätsverbesserung durch Werkerselbstkontrolle sowie einer Integration und Vernetzung der Linie.

Die Industrie 4.0-Lösung umfasst mehrere Technologien bzw. Elemente, darunter ‘Bin-Picking’. Sie vernetzt Automatisierungssysteme, Roboter und digitale Arbeitsplätze.

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Highlight: Simultane Entwicklung / Modularität

Das Projektteam entwickelte ein Baukastensystem für neue Produktgenerationen, um die interne Komplexität zu reduzieren. Dabei wurden Wissensträgern aus der Produktion eng miteinbezogen, um die Anforderungen im Bereich Industrialisierung, insb. mit Blick auf Automatisierungspotentiale, optimal berücksichtigen zu können.

Highlight: Automatisierung & Digitalisierung

Es entstand eine hochautomatisierte Produktionslinie für eine Kern-Produktreihe mit durchgängig vernetzten Anlagen, automatisiertem Rüsten sowie einem teilweise automatisierten „Bin Picking“. Zudem sind vertikale Fertigungstechnologien integriert, u.a. zum Drehen von Aluminium-Motorgehäusen.

Die Bedarfseinsteuerung erfolgt via APS (SAP APO) und die Auftragsfeinplanung im integrierten MES. Die Mitarbeiter in der Linie nutzen Arbeitsplätze mit standardisierten digitalen Interfaces, z.B. zur Bereitstellung auftrags- und arbeitsplatzspezifischer Informationen. Weitere Elemente sind eine teilautomatisierte Materialbereitstellung sowie FTS beim Transport zwischen Fertigwarenlager und Versand.

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  • Stringente Konzeption und Umsetzung von Effizienzsteigerungen und Kostenersparnissen
  • Reduktion interner Variantenvielfalt durch Modularisierung; Nutzung daraus resultierender Automatisierungspotentiale in der Produktion und Logistik
  • Signifikante Reduzierung von Durchlaufzeiten und Fehlerquoten
  • Reproduzierbare Qualität führt zu weniger Nacharbeit und höherer Kundenzufriedenheit

Alfred Kärcher SE & Co. KG / Werk Bühlertal

Sieger Kategorie:
Integrated Automation
Branche:
Konsumgüterindustrie
Mitarbeiter am Standort:
ca. 900